„Made in Luxembourg“ 2026: 172 neue Botschafter regionaler Qualität und Innovation ausgezeichnet

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Luxemburg (HELVILUX) – Am 12. Februar 2026 erhielten 172 luxemburgische Unternehmen im Rahmen einer gemeinsamen Zeremonie in der Handelskammer das renommierte Zertifikat „Made in Luxembourg“. Diese jährliche Veranstaltung, die nun einmal pro Jahr (zuvor zweimal) stattfindet, erhöhte die Gesamtzahl der zertifizierten Unternehmen auf über 2.000. Das Label, das seit mehr als vier Jahrzehnten Produkte und Dienstleistungen luxemburgischen Ursprungs fördert, gewinnt weiterhin an Bedeutung und Reichweite.

Eine nationale Marke mit Ursprung im Jahr 1984

Das Label „Made in Luxembourg“ wurde 1984 als eingetragene Marke auf Initiative des Ministeriums für Auswärtige und Europäische Angelegenheiten (heute eng mit dem Wirtschaftsministerium verbunden), der Handelskammer (Chambre de Commerce) und der Handwerkskammer (Chambre des Métiers) ins Leben gerufen. Ursprünglich lag der Fokus auf Industrie- und Handwerksprodukten, doch es hat sich weiterentwickelt und spiegelt heute die diversifizierte Wirtschaft Luxemburgs wider. Mittlerweile umfasst es Dienstleistungen, neue Technologien und kreative Branchen, bleibt jedoch seiner Kernmission treu: die luxemburgische Herkunft von Waren und Dienstleistungen hervorzuheben.

Mehr als ein Logo: Ein Herkunfts- und Vertrauenssiegel

Das Label dient als klares, wiedererkennbares Zeichen für Qualität, Zuverlässigkeit und lokale Verwurzelung. Es hilft Verbraucherinnen und Verbrauchern, authentische Produkte und Dienstleistungen „Made in Luxembourg“ zu erkennen, und bietet Unternehmen zugleich ein starkes Instrument zur Differenzierung – sowohl auf dem heimischen Markt als auch international. Es symbolisiert die Brücke zwischen Tradition und Innovation, wie es im ursprünglichen Beitrag treffend formuliert wurde.

„Made in Luxembourg symbolisiert die Verbindung zwischen Tradition und Innovation und macht Produkte und Dienstleistungen aus Luxemburg international sichtbar.“

Der Weg zur Zertifizierung: Vier Schritte zum „Made in Luxembourg“-Zeichen

  • Auswahl der zuständigen Berufskammer.
  • Eingabe der Unternehmensdaten und Upload des Firmenlogos.
  • Beschreibung der Produkte bzw. Dienstleistungen und Beifügung entsprechender Nachweise (Fotos, Broschüren, Flyer usw.).
  • Beantwortung eines ausführlichen Fragebogens zur Nutzung der Herkunft „Luxemburg“ im Marketing, zur Mitarbeiterschulung, zu Ausbildungsplätzen, weiteren Labels sowie zu internationalen Aktivitäten.

Nach Einreichung prüft das Kontrollkomitee den Antrag und kann einen (persönlichen oder digitalen) Unternehmensbesuch anfordern. Die Entscheidung ist endgültig.

Erfolgreiche Antragsteller zahlen eine einmalige Gebühr von 200 € zzgl. MwSt. und erhalten ein grundsätzlich fünf Jahre gültiges Zertifikat (verlängerbar). Das Label darf anschließend auf Produkten, Verpackungen, Websites, Broschüren, Rechnungen und anderen Werbematerialien verwendet werden.

Vorteile für zertifizierte Unternehmen

  • Sichtbarkeit und Differenzierung – Das markante Logo signalisiert Qualität und lokale Authentizität gegenüber Kundinnen, Kunden und Geschäftspartnern.
  • Internationale Vermarktung – Ideal für Exportstrategien; das Label gilt als anerkanntes Zeichen luxemburgischer Exzellenz.
  • Marketinginstrument – Unternehmen können es mit ihrer eigenen Markenidentität kombinieren und in sämtlichen Kommunikationskanälen einsetzen.
  • Netzwerk und Anerkennung – Zugehörigkeit zu einem Netzwerk von über 2.000 Unternehmen, die aktiv zur wirtschaftlichen Attraktivität Luxemburgs beitragen.
Reka Printing House – Luxemburg
Premium-Qualitätsdruck und Marketinglösungen, stolz im eigenen Haus produziert und mit dem Label „Made in Luxembourg“ ausgezeichnet – ein Zeichen lokaler Qualität und unternehmerischer Exzellenz.

Bei der offiziellen Zeremonie am 12. Februar 2026 in der Handelskammer erhielten 172 luxemburgische Unternehmen das renommierte Zertifikat „Made in Luxembourg“, womit die Gesamtzahl der zertifizierten Betriebe auf über 2.000 stieg. Die Zertifikate wurden von Lex Delles, Minister für Wirtschaft, KMU, Energie und Tourismus, Carlo Thelen, Generaldirektor der Handelskammer, sowie Tom Wirion, Generaldirektor der Handwerkskammer, überreicht.

© Cécile Lorenzini

In ihrer Grundsatzrede beleuchtete Cécile Lorenzini, Direktorin für Marketing & Kommunikation bei Luxinnovation, das Thema Markenführung im Zeitalter der künstlichen Intelligenz und stellte die Frage: „Was ist eine Marke heute?“ Dabei betonte sie die Bedeutung eines ausgewogenen Verhältnisses zwischen technologischer Innovation und einer starken, authentischen Identität.

© Carlo Thelen

Im Namen der Wirtschaftsgemeinschaft hob Carlo Thelen die bemerkenswerte Beteiligung in diesem Jahr hervor und erklärte:
„Diese starke Teilnahme zeugt von der Dynamik unserer Wirtschaft und unterstreicht die Bedeutung dieses Labels im wirtschaftlichen Leben Luxemburgs.“

Die nächste Verleihungszeremonie ist für 2027 in der Handwerkskammer geplant.

Hanf- & Eisenkrauttee – Cannad’Our
Pestizidfrei, lokal angebaut und stolz mit dem Label „Made in Luxembourg“ zertifiziert.

Ursprünglich auf Industrie und traditionelles Handwerk ausgerichtet, spiegelt das Label heute die Vielfalt der modernen luxemburgischen Wirtschaft wider. Zertifizierte Unternehmen stammen inzwischen aus Bereichen wie Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion – darunter Hanfprodukte von Cannad’Our sowie lokale Milch- und Frischwaren –, nachhaltige Kosmetik wie MissBak-Workshops, Kreislaufwirtschaftsinitiativen wie Ecotec im Bereich Sekundärrohstoffe sowie Hochleistungsrechnen, VR/AR-Trainingslösungen, professionelle Dienstleistungen und die Kreativwirtschaft.

In einer Zeit, die von Globalisierung und digitalem Wandel geprägt ist, steht „Made in Luxembourg“ als klares und verlässliches Zeichen für Herkunft, Qualität und lokales Engagement. Für Verbraucherinnen und Verbraucher dient es als vertrauenswürdige Orientierung; für Unternehmen stellt es einen Wettbewerbsvorteil und eine Quelle des Stolzes dar. Mehr als vier Jahrzehnte nach seiner Einführung ist die Initiative weiterhin hochaktuell und zeigt, dass Tradition, Innovation und wirtschaftliche Resilienz Hand in Hand gehen können und dass „Made in Luxembourg“ auch in Zukunft ein Label ist, das mit Selbstbewusstsein getragen werden kann.

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