Climb for Justice: Passerell Luxembourg stärkt Frauen am Internationalen Frauentag

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Luxemburg (HELVILUX) – Am Sonntag, den 8. März 2026, wird der Internationale Frauentag in Luxemburg erneut eine starke Botschaft vermitteln: Der Kampf für die Rechte von Frauen ist am mächtigsten, wenn er gemeinsam geführt wird. In diesem Jahr verwandelt Passerell, die Vereinigung, die sich für die Rechte von Exilierten einsetzt, den Tag in eine Mischung aus Protest, Gemeinschaftsengagement und konkretem Handeln.

Zwei Veranstaltungen, Ein Gemeinsames Ziel

Der Tag beginnt um 14:00 Uhr mit dem jährlichen feministischen Marsch, organisiert von der Plateforme luxembourgeoise pour l’égalité femmes-hommes, bei dem sich die Teilnehmenden auf dem Place de Paris in der Stadt Luxemburg versammeln. Der Marsch wird voraussichtlich Aktivistinnen, Familien und Organisationen zusammenbringen, die sich für die Förderung der Geschlechtergleichstellung einsetzen.

Réhumanisez-moi – 9 vies en suspens

Von 15:00 bis 19:00 Uhr verlagert sich die Aufmerksamkeit von den Straßen zu den Kletterwänden im Boulder Klub Lëtzebuerg in Pfaffenthal. Ein besonderes Frauen-Bouldering-Festival wird Spenden für Passerell sammeln, wobei der Eintritt 5 € kostet – jeder Euro fließt direkt in die Arbeit der Organisation. Die Veranstaltung wird hausgemachte italienische Focaccia zum Probieren und eine Tombola umfassen, bei der die Teilnehmenden die Chance haben, das illustrierte Buch Réhumanisez-moi – 9 vies en suspens zu gewinnen.

Die Symbolik ist absichtlich gewählt. Nach dem Marsch für die Gerechtigkeit sind die Teilnehmenden eingeladen zu klettern – als Reflexion der erlebten Realitäten der Frauen, die von Passerell unterstützt werden. Viele von ihnen sind über Grenzen geflüchtet, vor Gewalt geflüchtet und haben enorme rechtliche und administrative Hürden überwunden, um ihr Leben neu aufzubauen.

Unterstützung für Frauen im Exil

Passerell wurde 2016 gegründet und bietet kostenlose und unabhängige rechtliche sowie administrative Unterstützung für Menschen im Exil in Luxemburg. Allein 2024 führte die Organisation mehr als 1.000 Beratungen für über 800 Personen aus 68 verschiedenen Ländern durch. Ihre Arbeit setzte sich auch 2025 mit hohem Engagement fort und unterstützte Hunderte von gefährdeten Frauen, Männern und Kindern.

Eine wichtige Initiative von Passerell ist PasserELLES, die sich speziell auf Frauen und Mädchen im Exil konzentriert, von denen viele Überlebende geschlechtsspezifischer Gewalt sind, wie Zwangsheirat, häusliche Gewalt, sexuelle Gewalt und weibliche Genitalverstümmelung. Durch spezialisierte Beratungen, rechtliche Unterstützung, Verfahren zur Familienzusammenführung und berufliche Fortbildungsprogramme möchte die Organisation sicherstellen, dass diese Frauen nicht zu Fallzahlen reduziert werden, sondern als Individuen mit Rechten und Handlungsfähigkeit anerkannt werden.

Die Organisation erstellt auch Herkunftslandberichte und rechtliche Newsletter, um sowohl die Begünstigten als auch Fachleute zu informieren. 2020 veröffentlichte Passerell das Buch Réhumanisez-moi, eine illustrierte Sammlung von neun anonymisierten Lebensgeschichten, die die menschliche Dimension hinter Asylverfahren beleuchtet. Der Erlös aus dem Verkauf des Buches fließt direkt in die Aktivitäten der Organisation.

„Geben, um zu gewinnen“ in der Praxis

Das globale Thema des Internationalen Frauentages 2026, „Geben, um zu gewinnen“, passt perfekt zu dieser Initiative. Der Eintritt von 5 €, jede Spende und jedes Tombola-Ticket bedeutet konkrete Unterstützung für Frauen, die sich in Luxemburg durch ein komplexes Asyl- und Integrationsverfahren kämpfen.

Die Frauen-Bouldering-Festival-Community hat bereits ihr Engagement gezeigt. Im November 2025 spendete die Gruppe 1.300 € an Passerell und versprach, die Unterstützung auch 2026 fortzusetzen.

Catherine Warin, Mitbegründerin und Präsidentin von Passerell, betont den direkten Einfluss solcher Beiträge:
„Das Geben an Passerell bedeutet, das Leben von schutzbedürftigen Frauen, Männern und Kindern im Exil direkt zu verändern und zur Achtung der Grundrechte hier in Luxemburg beizutragen.“

Ein Gemeinsamer Aufstieg in Richtung Gerechtigkeit

Die Organisatoren betonen, dass die Teilnahme keine rechtliche Expertise oder Klettererfahrung erfordert. Was zählt, ist Solidarität der Glaube, dass jede Frau und jedes Mädchen Sicherheit, Würde und Gerechtigkeit verdient, unabhängig von ihrer Herkunft.

Durch die Kombination von Advocacy und Fundraising verspricht der 8. März 2026, mehr als nur ein symbolisches Datum zu sein. Er wird als praktische Demonstration positioniert, wie lokale Gemeinschaften durch gemeinsames Handeln die grundlegenden Rechte unterstützen können.

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